Einrichtungsleiter André Drummond im Portrait Gast- und Krankenhaus | Wohnen und Pflege seit 1248

Einrichtungsleiter André Drummond im Portrait

André Drummond ist mit Herz, Seele und sehr viel Sachverstand im Einsatz für die Pflege. Bereits mit 19 Jahren und neben dem Abitur hat er erste Berührungspunkte mit der Pflege. Der anfängliche Job zum Taschengeldaufbessern reift zu einem Berufswunsch.

Nach der Ausbildung zum Altenpfleger übernimmt er rasch erste Leitungsaufgaben und bildet sich mit einem Studium fort: Auf den Abschluss eines Bachelor-Studienganges im Bereich Pflegeentwicklung und Management folgt ein aufbauendes, berufsbegleitendes Master-Studium mit dem Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitsmanagement. Währenddessen übernahm der Experte mehrere Leitungspositionen im pflegerischen Sektor und schließlich die Leitung eines neuen Senioren-Zentrums in Hamburg-Stellingen.

Im Mai 2020 übernimmt er die Position von Anna-Maria Felgentreu, die nach 20 Jahren an der Spitze in den wohlverdienten Ruhestand geht. Nun ist André Drummond neuer geschäftsführender Einrichtungsleiter im Gast- und Krankenhaus.

Lernen Sie André Drummond im Interview mit dem Hinsbleeker Kurier kennen:

GuK: Herzlich willkommen im Gast- und Krankenhaus, Herr Drummond! Als neuen geschäftsführenden Einrichtungsleiter möchten wir Sie gern kennenlernen. Viele Straßen führen nach Rom. Wie sah der berufl iche Weg aus, der Sie zu uns führte?

AD: Mein pflegerischer Werdegang reicht nun schon fast 20 Jahre zurück. Bereits mit 19 Jahren hatte ich neben dem Abitur als geringfügig Beschäftigter meine ersten Berührungspunkte in der ambulanten Pflege. Zuerst sah ich in dieser Tätigkeit lediglich eine gute Möglichkeit, mein Taschengeld etwas aufzuwerten. Jedoch erkannte ich zunehmend, dass die Pflegewelt mich sehr interessiert und konnte mich daher mehr und mehr mit ihr identifizieren. Der allseits spannende Austausch mit älteren und pflegebedürftigen Menschen sowie die tollen Kolleginnen und Kollegen ließen aus einer anfänglichen Nebenbeschäftigung einen Berufswunsch wachsen.

Nachdem ich meine Ausbildung zum Altenpfleger erfolgreich abgeschlossen hatte, übernahm ich schnell erste Leitungsaufgaben, die mich darin bestärkten, meine Ausbildung in der Pflege weiter auszubauen.

Nach Abschluss eines Bachelor-Studienganges im Bereich Pflegeentwicklung und Management entschied ich mich für ein aufbauendes, berufsbegleitendes Master-Studium mit dem Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitsmanagement. Währenddessen konnte ich mehrere Leitungspositionen im pflegerischen Sektor übernehmen: Auf die Position einer Wohnbereichsleitung folgten schnell die einer stellvertretenden Pflegedienstleitung und einer Pflegedienstleitung. Vor rund 3,5 Jahren übernahm ich schließlich die Leitung eines neuen Senioren-Zentrums in Hamburg-Stellingen. Der Aufbau dieser Einrichtung sowie die Erschaffung von funktionierenden Strukturen und Abläufen war gekennzeichnet durch viele erfolgreiche, aber auch herausfordernde Momente. Jetzt freue ich mich auf jene Momente bei Ihnen im Gast- und Krankenhaus und bin gespannt, was mich erwartet.

GuK: In Ihrer Verantwortung als Einrichtungsleiter steht neben der Sorge um das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sowie des Personals auch der betriebswirtschaftliche Aspekt. Was liegt Ihnen bei der Koordination Ihrer Aufgaben besonders am Herzen?

AD: Mir ist bei der Erfüllung meiner Aufgaben Transparenz und Ehrlichkeit wichtig, sowohl in Bezug auf meine Mitarbeitenden als auch im Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Zudem helfen gegenseitiger Respekt und ein kreatives Miteinander bei der Umsetzung neuer Ideen und prägen eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

GuK: Sie haben die Leitung in einem Haus übernommen, das durch Aktivitäten und Erfahrungen innerhalb einer 700-jährigen Geschichte geprägt worden ist. Was reizt Sie daran?

AD: Das Gast- und Krankenhaus hat sich über eine sehr lange Zeit als stabile und zugleich wandelbare Einrichtung erwiesen. Es konnte sich stets an neue Gegebenheiten anpassen und ist immer seinen Werten treu geblieben. Ich möchte nun die pflegerischen Herausforderungen der heutigen Zeit mit den traditionellen Werten der Stiftung kombinieren und sehe darin tolle neue Perspektiven und Möglichkeiten, innovative sowie zukunftsweisende Lösungen für die Pflege zu entwickeln.

GuK: Vor welchen Aufgaben stehen Sie im Gastund Krankenhaus speziell zu Corona-Zeiten, die uns sicherlich noch länger begleiten werden, als wir es uns alle wünschen?

AD: Mein höchstes Bestreben liegt darin, sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Mitarbeitenden vor gesundheitlichen Risiken zu bewahren. Die Corona-Zeiten stellen uns gemeinsam vor die schwierige Aufgabe, eine Balance zwischen den menschlichen Bedürfnissen nach Nähe und physischer Zuneigung sowie der Unversehrtheit der Menschen zu finden. Zugleich möchte ich Ängsten vorbeugen, Zuversicht vermitteln und den Zusammenhalt stärken.

GuK: Der Corona-Virus hat die gesamte Menschheit vor unvorhergesehene Herausforderungen und Einschränkungen gestellt. Können Sie den Geschehnissen auch etwas Positives abgewinnen?

AD: Auch wenn es nicht einfach ist, den Corona-Zeiten etwas Positives abzugewinnen, treten nun die Dinge in den Vordergrund, die wirklich wichtig sind: Zusammenhalt, gegenseitige Rücksichtnahme und die „kleinen Dinge im Leben“ – für mich bedeuten diese zum Beispiel die Natur bei einer ausgiebigen Fahrradtour zu genießen oder den Kontakt zu Freunden und Familie kreativ zu gestalten.

GuK: Wie stärken Sie sich, um Ihren verantwortungsvollen Aufgaben gewachsen zu sein?

AD: Ich ziehe meine Kraft vor allem aus meiner Familie und meinen Freunden, gemütlichen Abenden auf dem Balkon bei einem kühlen Getränk und sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Tischtennis spielen oder Fahrradfahren.

GuK: Mit Blick auf hoffnungsvollere Zeiten: Wohin verschlägt es Sie, wenn wir wieder reisen dürfen?

AD: Mein nächstes Ziel wird Mallorca sein, da hier, leider nun erst im nächsten Jahr, meine Hochzeit stattfinden wird. Doch auch Ziele wie Südafrika oder Südamerika möchte ich gerne noch bereisen.

GuK: Gibt es ein Sprichwort oder einen Satz, der Sie in Ihrem Tun begleitet, und in welchem sich Ihr Lebensmotto widerspiegelt?

AD: Ich probiere gerne neue Dinge aus und bin der Meinung, dass Austausch und Diskurs zu guten neuen Erkenntnissen führen. Hierbei sind ein gewisser Mut Dinge anzupacken für meine Taten entscheidend, weshalb folgendes Zitat von John F. Kennedy mich begleitet: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“

Die Fragen an Herrn Drummond wurden von Barbara Fenner gestellt.